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Nur noch eine Woche zu leben



In meiner jetzigen Verfassung habe ich nur noch eine Woche zu leben. Nein, ernsthaft! Denn ab dann werde ich nicht mehr vollständig sein, weil mir meine Weisheit in Form von Zähnen entfernt wird. Bis jetzt habe ich noch alles: Blinddarm, Polypen, Mandeln, und - leider auch Weisheitszähne.

Ich hatte heute morgen nichts zu tun (zumindest nichts interessantes) und hab daher ein bisschen rumgekritzelt, zustande gekommen ist dabei unter anderem ein kleiner, ziemlich beknackter Song über Singularität. Ausschnitt:
2035 ist es so weit
Dann, sagen sie, kommt die Zeit
Das ist mir viel zu spät
Für die Singularität

Mal schauen, ob ich ihn irgendwie weiter verfolge, umtexte, aufnehme oder sonstiges. Jegliche Versuche scheitern daran, dass ich bisher kein einziges Instrument gut genug spiele, um mich selber zu begleiten - das einzige, was ich momentan überhaupt in die Hand nehme, ist meine Mundharmonika und auf der kann ich mich selbst ja schlecht begleiten, wenn ich auch noch singe. Wobei letzteres natürlich auch keine gute Idee ist (wer mich schon mal singen gehört hat, weiß, warum). Höchstwahrscheinlich wird dieses irrsinnig kunstvolle Geschreibsel also irgendwo in meinem Zimmer verstauben, wenn es Glück hat, sogar in der Nähe meines Rechners.
26.7.06 02:28


Was Menschen in ihrer Freizeit machen


Die Masse der Erde beträgt 5,97*10^24 kg. Durchschnittlich hat ein Mensch eine Masse von etwa 70kg. 6.248.012 Menschen zusammen haben eine Masse von 4,2*10^10 kg. Wenn ein Mensch aus einer Höhe von etwa 0,5m springt, springt er 0,32s lang. Seine Geschwindigkeit beim Auftreffen beträgt etwa 9,81*0,32 m/s. Bewegt sich ein Körper mit einer Masse von 4,2*10^10 kg mit einer Geschwindigkeit von 9,81*0,32 m/s, hat er einen Impuls von 1,32*10^11 kg*m/s. Bei einem Stoß ist die Summe der Impulse vor dem Stoß und nach dem Stoß gleich. Bei einem unelastischen Stoß von Erde und Menschenmenge würde also gelten: 1,32*10^11 kg*m/s = (4,20*10^10kg + 5,97*10^24 kg) * u, wobei u die Endgeschwindigkeit ist, mit der sich beide zusammen bewegen. Löst man diese Gleichung auf, kommt heraus:
u=2,21*10^(-14) m/s.

Was bedeutet das?

Das bedeutet, dass der World Jump Day durchaus von Erfolg sprechen könnte, wenn es so wäre, das heißt, wenn die Geschwindigkeit der Erde sich jetzt in irgendeiner Weise um 2,21*10^(-14) m/s geändert hätte. Denn bei der Rechnung wurde vernachlässigt, dass natürlich nicht alle Teilnehmer als Massenpunkt auf derselben Stelle springen würden, sondern rund um den Erdball herum, das heißt, dadurch könnte man vielleicht die Erde ein bisschen zusammendrücken, aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht in eine andere Umlaufbahn befördern. Viel effektiver wäre gewesen, ganz Amerika springen zu lassen oder sowas.


Zur Veranschaulichung: 2,21*10^(-14) m/s sind 0,0000000000000221 m/s. Eine Schnecke ist ungefähr 100000000000 Mal (!) so schnell.

PS: Das gilt natürlich nur, wenn ich mich nicht verrechnet habe, was ein Wunder wäre. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich nicht verrechnet habe, ist nicht gleich Null - sie ist sogar größer.
PPS: Hab ich schon mal erwähnt, dass ich Wahrscheinlichkeitsrechnung irrsinnig klasse finde?
PPPS: Ich weiß schon, wieso ich gar nicht mehr Leser haben will, die ich verschrecken kann.
22.7.06 22:25


Ich kann mich nicht so recht damit beruhigen, dass die Wahrscheinlichkeit fuer einen Flugzeugabsturz geradezu mikroskopisch klein ist. Obwohl ich bei dem Fahrstil der Malteser Busfahrer viel mehr Angst um mein Leben haette haben muessen, muss ich die ganze Zeit denken, dass auch Dinge passieren koennen, die sehr unwahrscheinlich sind, und wenn sie passieren, dann interessiert es niemanden, mit welch geringer Wahrscheinlichkeit sie das tun.
20.7.06 21:29


Denkansaetze bei 30 Grad Celsius


Ich hab gestern ausnahmsweise mal weitergedacht. Ausnahmsweise, weil es nicht um Unendlichkeiten und Universen ging sondern um etwas ganz alltaegliches. Ich wollte eine Kurzgeschichte schreiben, Anlass: Irgendein Schreibwettbewerb zum Thema Zukunft. Das, was urspruenglich der Anfang werden sollte, ist als solcher leider absolut nicht zu gebrauchen, aber als Blogeintrag waere er vielleicht lesenswert. Leider hab ich mein Notizbuch momentan nicht dabei, also gibt es hier die Kurzfassung (Es ist normalerweise albern, sich so offensichtlich an seine Leser zu richten, wenn man so viele hat wie ich, aber hier sei darueber einmal hinwegzusehen, weil mich das wirklich sehr beschaeftigt hat).

Denkansaetze.
a. Kann der Mensch eine Maschine schaffen, die ihm gleicht?
b. Gibt es ausser reinem Interesse (d.h. koennen wollen) noch andere moegliche Gruende fuer die Erschaffung einer solchen Maschine? Jeder zweite schlechte Science-Fiction-Film handelt doch schliesslich von Robotern, die, von Menschenhand gemacht und unzufrieden, auf Menschen losgehen.
c. Ist es nicht arrogant, fuer den Fortschritt zu arbeiten? Denn dem geht die Annahme voraus, dass der Fortschritt dem Menschen Gutes bringt, und die Rechtfertigung dieser Annahme liegt immer in der bisherigen Erfahrung. "Wir erwarten, dass nach alldem, was wir der Welt angetan haben, sie noch immer gut zu uns sein wird. Wieso? Na weil - weil wir Menschen sind und bisher auch immer Glueck hatten."?
d. Was fuer Auswirkungen haette ein noch besseres, bequemeres, einfacheres Leben? Gaebe es mehr Menschen, gaebe es mehr Katastrophen, wuerde man Nachrichten aus Mangel an Interesse ganz aus dem Fernsehprogramm streichen, weil sie nur noch aus Massentoden bestuenden, was unumgaenglich waere, wenn es viel, viel mehr Menschen gaebe? Auswegslose Ueberbevoelkerung? Ist das ein erkaempfenswertes Ideal? Und waere es nicht langweilig, wenn man noch weniger tun muesste? Schoen und gut, nach Platons Ideenlehre haetten die Philosophen freie Hand, aber nicht die ganze Welt besteht aus Denkern. Wird sich der Rest der Menschheit waehrenddessen gegenseitig in die Luft jagen? "Es gibt keine Katastrophen mehr, keine Herausforderungen, keine Arbeit mehr fuer uns, nichts zu tun - und genau das ist die Katastrophe"?

Ansonsten geniesse ich meinen Urlaub noch immer, ja. Allerdings habe ich momentan auch nichts zu tun, keine Herausforderungen, abgesehen davon, Stephen Hawking zu verstehen und mich konzentrieren zu koennen, waehrend meine Mum Fernsehen guckt. Und dabei entsteht sowas.
18.7.06 21:11


Da nimmt man sich einmal vor, sich die 70 Minuten Internet aufzuteilen, und hockt dennoch am Stueck vor dem PC.


Und damit das nicht sinnlos vergeudete Zeit ist, werde ich allen guten Vorsaetzen zum Trotz doch noch was ueber den Urlaub schreiben. Das Essen hier ist erste Sahne. Okay, Kuchen mit Mushroom-Chicken-Ham-
und-irgendein-Gemuesemischmasch-Fuellung sind schon gewoehnungsbeduerftig, aber wenn mir noch mal jemand erzaehlt, die englische Kueche waere grottenschlecht, werd ich dem auch gehoerig was erzaehlen.
Gestern waren wir in Valetta, aber es ist voellig unmoeglich, alle Sehenswuerdigkeiten an einem Tag abzuklappern, und erwaehnenswert war nichts davon. Die alten Ritterruestungen waren aber klasse. Vorgestern waren wir an der Golden Bay, was sehr schoen war - das ist so ziemlich der einzige Sandstrand hier in der Gegend. Aber Sandstraende haben einen grossen Nachteil, das Wasser dort ist immer ein wenig trueb. Wenn man also tauchen, beziehungsweise - wie ich - schnorcheln will, sollte man lieber in eine dieser Felsenbuchten gehen, dort hat man einen tollen Ausblick unter Wasser. Es ist echt beeindruckend, zusammen mit den Fischen dort rumzutauchen, und es ist auch beeindruckend, eine Qualle direkt einen Meter vor sich zu sehen - auch wenn ich diesen Eindruck nicht noch einmal erleben moechte. Feuerquallen gibt es hier naemlich in Massen, jedoch nicht an unserer kleinen Bucht vor dem Hotel. Die Golden Bay war bis jetzt dennoch am schoensten - dort hab ich mir auch meinen Sonnenbrand geholt.

So, das ist wohl mit der langweiligste Eintrag seit langem, aber ueber spannende Sachen zu schreiben und - vor allem - zu lesen ist leider nicht immer so spannend wie sie zu erleben.
15.7.06 15:39


Vom Umgang mit Unendlichkeiten und Universen


Oder: Wie man mit der Unendlichkeit des Universums zu Rande kommt II

Ich entschuldige mich hiermit fuer meine Denkfehler, die allesamt daraus hervorgegangen sind, dass ich gerade im 32 Grad warmen Malta im Schatten sitze (oder besser: sass - das hier ist bereits die zweite Fassung, die erste steht auf einem Collegeblock und entstand im 32 Grad warmen Malta im Schatten und so weiter) und gerade Kaesebrot gegessen habe, was unglaublich schwer war (nicht, dass ich etwas gegen Kaesebrote habe, aber jemand, der noch nie versucht hat, original irischen Cheddar mit einem duennen Plastikmesser in eine halbwegs essbare Form zu bringen, weiss nicht um die Schwierigkeiten des Kaesebrotessens. Nicht das Essen der Kaesebrote war schwer, sondern die Zubereitung, und die gehoert ja auch irgendwie dazu), und dass die Gedanken hingegen aus einer Zeit lange davor stammen, und zwar vor einer halben Stunde, die fuer eine Eintagsfliege immerhin ein achtundvierzigstel ihres Lebens bedeutet, also eine relativ lange Zeit ist, teils von der knallend heissen Sonne geschmolzen und bis zum Siedepunkt gebracht in der knallend heissen Sonne sass und Hunger hatte. Jetzt geht es mir wieder halbwegs ausgeglichen.
Der Trick ist: Man braucht etwas zum dran Festhalten. Es gibt kein einziges Gesetz, das besagt, dass sich ein Satz auf den vorhergehenden beziehen muss. Dies ist eine Freheit, die den meisten Saetzen ueberhaupt nicht bewusst ist und deswegen ignoriert wird, das ist wie mit der Meinungsfreiheit beim Menschen. Das mit dem Trick bezog sich in Wirklichkeit auf die Ueberschrift.
Man braucht etwas festes im Leben. Werte, Beziehungen, Taetigkeiten, Ablaeufe, Schuhe, Boden unter den Fuessen, Schokokekse. Wobei letztere im Idealfall ausser Festigkeit auch noch andere Qualitaeten aufweisen sollten. Und nach diesem Festen muss man eben sein Leben richten. Hat man das erst mal geschafft, kann man dieses Feste in aller Seelenruhe aus der Welt schaffen; man kann dann sogar seinen Schokokekskonsum reduzieren, ohne sich damit in Lebensgefahr zu begeben. Man muss sich sein ganz eigenes, endliches Universum bauen, quer durch die Unendlichkeit durch, und darin lebt man dann. Nennt es beschraenkt, aber man ist praktisch dazu gezwungen. Man kann sich dann soviel der Unendlichkeit des Universums bewusst werden, wie man lustig ist, man darf sich einfach nur nicht daran stoeren. In seinem eigenen Universum ist jeder Mensch irgendwie wichtig und kommt deshalb sehr, sehr leicht ueber seine unendliche Winzigkeit im unendlichen, richtigen Universum hinweg. Nennt es beschraenkt, aber dann ist auch Wissenschaft beschraenkt, weil sie sich nie mit der Wirklichkeit beschaeftigt sondern lediglich mit Modellen der Wirklichkeit, Abbildern der Wirklichkeit. Sie ist in der Lage, diese Modelle zu erklaeren, und diese Modelle sind in der Lage, etwas anderes zu erklaeren, mehr oder minder richtig. Wieso sollen wir uns unsere sinnbildlichen Federn ausrupfen bei dem Versuch, in der Wirklichkeit zu leben? Im unendlichen Universum?
10.7.06 17:26


Gruesse aus der Hitze Maltas!


Ich befinde mich gerade zum allerersten Mal in meinem Leben in einem Internetcafe. Es ist weiter weg, als ich gedacht hatte (in der Hotelbeschreibung stand, dass die eine Internetecke haben, aber dort stand auch, dass der Fitnessraum eine Klimaanlage hat), aber es ist auch guenstiger, als ich gedacht hatte (70 Minuten kosten umgerechnet etwa 2,50 - na gut, aber man kann es sich leisten und ausserdem habe ich keine Ahnung davon, wieviel Internetcafes i.d.R. kosten).
Das Klima hier ist wahnsinnig klasse. Es ist sehr, sehr warm, aber auch sehr, sehr windig und abends eher kuehl, aber nicht sehr. Man spuert die Sonne kaum, deshalb war ich mir eigentlich sicher, dass ich nach 2 Tagen einen Sonnenbrand am Hals (und ueberall anders auch) haben wuerde - Irrtum. Das Meer ist kalt, aber nach ein Paar Minuten im Wasser gewoehnt man sich daran. Richtige Straende gibt es hier aber nicht. Sandstraende sowieso nicht, weil hier ueberall bloss Felsen ins Wasser ragen - an manchen Stellen liegen auf den Felsen noch ein Paar Steine - aber wir haben noch keinen einzigen richtigen Strand gefunden, mit Kiosk, Klo und so weiter. Wir haben gehoert, dass es in der Golden Bay so einen Strand gibt, aber dort muss man mit dem Bus hinfahren, und das werden wir mit Sicherheit noch tun, aber fuer zwischendurch mal ins Meer huepfen ist das natuerlich nichts. Inzwischen haben meine Mum und ich es auch drauf, wie man hier als Einheimischer schwimmen geht. Man sucht sich eine Stelle, die so aussieht, als koennte man von dort aus gut ins Meer huepfen, und huepft dort ins Meer. Warum "als Einheimischer"? Weil man sich als Tourist in den meisten Faellen gar nicht erst die Muehe macht, ins Meer zu huepfen, sondern einfach in den Pool huepft, der mit Meerwasser gefuellt ist (auf der Insel herrscht ein Mangel an Suesswasser, deswegen ist das Wasser in den meisten Pools hier salzig!).
Was auch sehr praktisch ist, ist, dass alle hier Englisch sprechen. Amtssprachen sind Maltesisch UND Englisch, aber selbst die, deren Muttersprache Maltesisch ist, sprechen Englisch. Leider in manchen Faellen so, dass man dreimal nachfragen muss, was denn jetzt eigentlich gesagt wurde. Englisch lernen ist also nicht.

So, das wars vorerst, Reiseberichte liest eigentlich sowieso niemand. Wenn ich auch noch den Rueckflug heil ueberstehe, sehen wir uns. Den Hinflug scheine ich ja heil ueberstanden zu haben - erhoeht oder senkt sich damit die Wahrscheinlichkeit, dass ich noch einmal das Glueck habe, oder bleibt sie gleich?
10.7.06 16:46


Göttlich.
Asja, 9 Jahre: "Warum reden Jungs nie über ihre Gefühle?"
7.7.06 22:02


Mir geht's gut. Lasst mir meine Illusionen.

Bin ab übermorgen erst mal in Malta für 13 Tage. Ich weiß nicht, inwiefern ich morgen dazu kommen werde, online zu gehen, deswegen sage ich hiermit offiziell Tschüss. Falls ich nicht bei einem Flugzeugabsturz oder anderen Gelegenheiten sterbe, lesen wir uns in zwei Wochen. Adieu!
6.7.06 23:41




Ich hab unser Hotel bei Google Maps gefunden.
5.7.06 22:37


Nicht an Zitronen denken.


Das Tragische an dem Versuch, die Kunst des Vergessens erlernen zu wollen, ist, dass man von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Denk an alles. Wenn man also plötzlich das Bedürfnis verspürt, einfach mal an etwas zu Scheitern, versucht man sich am besten daran.Aber nicht an Zitronen. Unabsichtlich vergessen geht auf Dauer nicht. Wage es nicht, an Zitronen zu denken. Und absichtlich vergessen schon gar nicht. Denk nicht an die gelbe Farbe. Soll man versuchen, alles, was einen an diese eine ganz bestimmte Sache erinnert, aus seinem Umfeld zu vertreiben? Denk nicht an den sauren Geschmack. Aber dann bringt man sich unter Umständen in Lebensgefahr bei dem Versuch, die Sonne in die Luft zu jagen oder man stirbt an Vitaminmangel. Denk nicht an die genoppte, glänzende Oberfläche. Und wenn man Bilder aus dem Italienurlaub löscht, wird man zwei Jahre später auch skeptisch, wenn auf Bild 133 Bild 164 folgt. Denk nicht an Limonade. Auch Lücken und Löcher können an den ursprünglichen Inhalt erinnern. Denk nicht einmal daran. Ich geh’ jetzt Eistee trinken. Pfirsich.
2.7.06 16:29


Ja, ich weiß, es ist gerade 1:49, aber die Computeruhr geht falsch und außerdem...


Ich habe mich gerade bei Googlemail angemeldet und nach etwa 5 Minuten Gefallen daran gefunden. Ich habe mein Adressbuch aus Outlook Express exportiert und auf mein neues Mailkonto importiert und außerdem habe ich endlich eine Mail geschrieben, die ich schon lange schreiben wollte und außerdem hab ich bei meiner 'alten' E-mail eine Weiterleitung zu Googlemail aktiviert, sodass eigentlich alles dort landen sollte. Wenn nicht, liegt es an GMX, weil es eben schon rumgesponnen hat. Kann ich verstehen, ich als Freemail-Anbieter würde mir auch leicht veräppelt vorkommen, wenn da einer völlig kostenlos seine E-Mail-Adresse bei mir hat und dann auf die Idee kommt, mich zu Gunsten eines besseren Anbieters auszunutzen und seine Adresse aber weiterhin zu benutzen, mit Weiterleitung. Und ich hab etwas über die GMX-Filterregeln gelernt und hätte mir in den Hintern beißen können dafür, dass ich das nicht schon früher getan habe. Und alles ohne Maus. Jaha, ich bin gut.
1.7.06 01:49


Wie verdammt kompliziert es am Rechner doch ist, ohne Maus.
30.6.06 21:43


Ich fürchte, ich habe ein ganz entscheidendes Problem, wenn ich in Zukunft mehr machen möchte als Fotos online zu stellen von zerbrochenen Bierflaschen, die die Naturgesetze bestätigen. Dieses Problem besteht darin, dass ich nachdenken muss, dazulernen, nachdenken, dazulernen, noch ein bisschen dazulernen und dann am besten noch einmal gründlich nachdenken und alles nachholen, was ich bis dahin nicht verstanden haben werde und mir eine Meinung bilden und DANN werde ich darüber bloggen. Ein bisschen Überforderung tut bekanntlich gut.
29.6.06 22:45


Hinweise darauf, dass deine Eltern keine Alkoholiker sind - Teil 1


     


Die Mama möchte am Samstagabend ein kühles Bierchen trinken. Da Samstagabende bekanntlich sehr kurz sein können, kann es ihr nicht schnell genug gehen und sie beschließt, es für ein Paar Minuten ins Tiefkühlfach zu packen. Einen Tag später macht Papa den Gefrierschrank auf und findet - TADAA - den (ehemaligen) Inhalt der Flasche in der ganzen Schublade verstreut. Ergebnis: Die Anomalie des Wassers existiert noch immer, die Pizza schmeckt nach Bier, das Eis schmeckt nach Bier und auch das Kräuterbaguette schmeckt nicht.
28.6.06 21:53


Das kommt dabei raus, wenn Alex sich nichts für die Ferien vornimmt.



I.
3.7.-7.7. Artistik-Workshop im FFT
8.7.-21.7. Urlaub auf Malta
31.7.-4.8. Kompaktkurs Mathematik an der Uni Düsseldorf
7.8. Bücher sortieren

Macht noch ca. 23 Tage, an denen ich nichts vor hab. Ist doch eine ganze Menge.
Wahrscheinlich sind genau in dieser Zeit alle, die von Bedeutung sind, in Urlaub.

II.
Ich suche Alternativen zu myblog.
27.6.06 13:34


Liebe Jule, lass uns gemeinsam allein sein.


Es gibt nichts ideales auf dieser Welt. Nichts ideal reines, nichts ideal systematisches, nichts ideal kreisförmiges, nichts ideal drei Sekunden dauerndes - außer drei Sekunden vielleicht - ach nein, Einstein hat erfunden, dass auch die Zeit keine absolute Größe ist. Mist. Es ist sehr, sehr unwahrscheinlich, dass ein denkendes Wesen einfach - PLOPP - plötzlich aus dem Nichts auftaucht und bald darauf - PLOPP - wieder ins Nichts verschwindet und alles zu Ende ist.

Man sucht Nähe. Körperliche Nähe, geistige Nähe. Körperliche Nähe hat Grenzen und geistige Nähe auch. Jeder Mensch ist für immer allein. Man steckt in seiner eigenen Haut und keiner anderen. Aber wie lang ist "immer"? Ein Menschenleben? Sein eigenes Menschenleben? Man ist allein, ja. Ganz zusammen sein kann man nie. Aber zumindest ein bisschen. Lasst uns gemeinsam allein sein. Dann ist es nicht so einsam.

Es lohnt sich kaum, über das Leben nachzudenken. Man hat immer den Eindruck, als ob es bereits Tausende von Menschen gibt, die vor dir exakt das Gleiche festgestellt haben. Das liegt daran, dass es bereits Tausende von Menschen gibt, die vor dir exakt das Gleiche festgestellt haben. Ist es besser, das Fahrrad neu zu erfinden als nichts neu zu erfinden?
26.6.06 15:19


Wie man mit der Unendlichkeit des Universums zu Rande kommt.


In seinem Roman "Das Restaurant am Ende des Universums", der Fortsetzung zu "Per Anhalter durch die Galaxis", beschreibt Douglas Adams ein sehr eigenartiges Folterinstrument mit einer sehr eigenartigen Wirkungsweise. Der Totale Durchblicksstrudel auf Froschstern B fügt jedem, der sich darin befindet, etwas völlig Schreckliches zu - allein dadurch, dass er ihm die Unendlichkeit des Universums und die unendliche Vielfalt der Schöpfung vorführt und - im Verhältnis dazu - ihn selbst. Wie unbedeutend und klein er eigentlich ist. Wie unbedeutend und klein alles ist, im Vergleich zum Universum.
Ich persönlich komme mit der Unendlichkeit des Universums ganz gut zu Rande; ich ignoriere sie nämlich völlig, weil grüne Lebewesen auf Stickstoffbasis, die ein Paar Milliarden Lichtjahre von hier entfernt blaue Bäume hochkrabbeln, mir ziemlich egal sein können und es auch sind, solange sie nicht in Sicht- oder Hörweite kommen. Größere Probleme bereiten da endliche, wenn auch sehr große, Größen. Zum Beispiel die Erdbevölkerung. Rosa Lebewesen auf Kohlenstoffbasis, die ein Paar Tausend Kilometer von hier entfernt braune Bäume hochkrabbeln, sind nämlich schon viel interessanter. Und wenn auch noch etwas Ungewöhnliches mit ihnen passiert, wie zum Beispiel, dass tatsächlich einer von ihnen den Baum hochkrabbelt und dann unter Umständen sogar runterfällt - das macht das Ereignis zu einer richtigen Sensation. Nachzulesen einen Tag später in Zeitungen, deren Titelbuchstaben größer sind als 3cm.
Die Grenze des zu Rande kommens liegt dort, wo sich die Unendlichkeit und die Endlichkeit und die eigene Wahrnehmung überschneiden. Immer und immer mehr wird klar, wie wenig man eigentlich von dem weiß, was um sich herum geschieht. Und wie wenig man überhaupt weiß. Damit meine ich keine Fragen wie die nach dem Sinn des Lebens (von dem sowieso jeder halbwegs gebildete Mensch weiß, dass dieser zweiundvierzig lautet) sondern ganz alltägliche und fassbare Fakten. Wie funktioniert der Bildschirm, vor dem ich gerade sitze? Was passiert im Nachbarzimmer? Was wird sein, wenn ich jetzt meinen linken Fuß bewege und was wird sein, wenn ich es bleiben lasse? Wo wurde das Buch hergestellt, das ich gerade lese? Wie viele Bücher besitze ich? Was ist für Juckreiz verantwortlich? Wie viele Myonen durchfliegen mich gerade? Brauche ich die Englischvokabeln, die ich heute lerne, in meinem Leben jemals?
Das Problem liegt, wie ich zu behaupten wage, teilweise in der Vielfalt der Möglichkeiten und der Einschränkung in deren Nutzung, mit der jeder Mensch leben muss. Man hat einfach nicht genug Zeit, nicht genug Geld, vielleicht kennt man nicht die richtigen Leute. Aber in erster Linie hat man nicht genug Zeit.
Man kann nicht alles schaffen. Man kann nicht in drei Sportvereinen sein, zwei Musikinstrumente spielen lernen, in drei gemeinnützigen Organisationen tätig sein und gleichzeitig eine Lehre machen, arbeiten und studieren. Man kann nicht einmal das schaffen, was man gern schaffen würde. Man kann nichts schaffen, denn die Menge an Dingen, die real machbar ist, ist sehr, sehr klein im Vergleich zur Gesamtmenge.
Soll man denn dann nichts schaffen? Kann ein Mensch überhaupt etwas schaffen und wenn ja, macht es Sinn? Es ist doch so unbedeutend wenig?
Man soll mit einer kritischen Einstellung in die Welt gehen und über möglichst alles nachdenken. Doch was bringt dies? Ich lese gerne und besonders wenn ich Interessantes lese, merke ich, wie wenig ich selbst weiß. Ich lese in "Spektrum der Wissenschaft" einen Artikel über Quanteneffekte, zwei, drei, und ärgere mich, dass ich nur drei Artikel darüber gelesen habe und im Grunde nichts weiß. Und Tausende von Menschen haben dieselben Artikel gelesen wie ich und verstehen auch x-Mal mehr davon als ich. Wozu lese ich denn dann darüber? Wo soll ich Arbeit reinstecken, damit ich mich nicht umsonst abmühe? Was heißt das eigentlich genau, "nicht umsonst"? Wenn da oben einer sitzt, dann wird er mir nach dem Tode wohl kaum ein paar Cent in die Hand drücken für mein Lebenswerk. Wo soll man Prioritäten setzen, wo? Da, wo es interessiert, da, wo es Spaß macht? Wenn Person A Spaß an Forschung hat und Person B Spaß an Spielen von Egoshootern, macht es dann nicht genauso viel Sinn, A forschen zu lassen wie dass B sein Leben lang fiktive Leute abknallt?
Landet man letzten Endes also doch bei der Frage nach dem Sinn - egal, worauf man eigentlich hinaus will?

Ich weiß doch so verdammt wenig. Von hier aus geht es in zwei Richtungen. Je mehr man weiß, desto bewusster wird das Nichtwissen wahrgenommen. Und je weniger man weiß, für desto klüger hält man sich. Die Einsicht der eigenen Klugheit ist sicherlich dumm.
24.6.06 22:53


Rumphilosophiersession.



Bin eben extra früher aus dem Zoopark abgehauen, damit ich rechtzeitig nach Hause komme und was finde ich hier heraus? Dass ich mich gar nicht so sehr hätte beeilen müssen. Völlig bescheuert. Das ist Schicksal. Meint Nurcan. Schicksal IST bescheuert. Sage ich. Aber das wirklich Bescheuerte daran ist, dass es nicht immer bescheuert ist, und dass man deshalb nie wissen kann, wann es plötzlich wieder Lust dazu hat, nicht bescheuert zu sein, und deshalb kann man es nie vorhersagen.
Apropos bescheuert - wo wir doch gerade beim Thema sind: Das gestrige Sportfest war ja wohl absolut blöd organisiert. Abgesehen davon, dass uns nicht gesagt wurde, wann wir denn genau da sein müssen und ich und etliche andere deswegen viel zu früh da waren, mussten Jasmin und ich zwischendurch allen Ernstes 90 Minuten warten - 90 Minuten für einen 75m-Lauf mit Jungen aus einer 7. Klasse. Horror. Wir waren natürlich in 20 Minuten fertig mit allem; das heißt, wir haben die Jungs dann überredet, eine Stunde lang auf dem Sportplatz zu bleiben. Wir stellten allerdings nach einer halben Stunde fest, dass die Weitsprunganlagen schon vor ihrer Zeit frei waren und wir daher völlig umsonst warteten. Wir beschlossen, die Jungen zusammenzutrommeln und dann mit ihnen schon früher springen zu gehen. Und darin lag auch das Problem. Es schien, dass jeder von ihnen in einer anderen Klasse Freunde hatte und sich deswegen an einem völlig anderen Ort befand als der Rest. Hinzu kam, dass zwei anscheinend in den Wald gegangen waren und erst später wiederkommen wollten. Und das heißt, wir durften die erst einmal suchen. In der Zeit, in der wir mit dem Aufspüren der in den Wald Geflüchteten beschäftigt waren, brachten es die anderen tatsächlich fertig, wieder zu verschwinden. Die Organisation war also sehr typisch für's Goethe-Gymnasium.
Typisch für's Goethe war auch die gesamte letzte Schulwoche, die größtenteils aus Frühstücken, Eisessen und Filmegucken bestand. Da habe ich allerdings auch so einiges gelernt. Dass es bei Pia in der Altstadt zwar superleckeres Eis gibt, aber Melone trotzdem nicht schmeckt, zum Beispiel. Oder dass Monthy Python ziemlich genial sind. Oder dass es von Vorteil ist, Leute zu kennen, die Leute kennen.

[Edit] Ach ja, Zeugnis, hmm, Zeugnis. Durchschnitt 1,8 - genau wie letztes Halbjahr. Ich hab viel zu hohe Anforderungen an mich selber, oder ich bin viel zu faul. Wahrscheinlich letzteres. Ich freue mich einerseits darüber, dass es besser war als erwartet, aber andererseits bin ich auch irgendwo nicht zufrieden mit den meisten Noten.
23.6.06 14:40


Ich bin blau.
22.6.06 00:10


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Alex

 
Alter: 17 Jahre
Wohnort: Düsseldorf

Kontakt

e-mail: Formular
icq: #179396711
msn: koffeinjunkie ät hotmail punkt de

pro

Berlin, Chucks, die drei ???, Handtücher, Gummibärchen, Rock, Punk, Metal, Ska(-punk), schwarz, pink, grün, orange, gelb, Karo, Streifen, Kreise, Punkte, Gruselgeschichten, Horrorfilme, Korbach, Schokolade, Melissa Etheridge - Like The Way I Do, Fineliner, Theater (gucken und spielen), frei sein, Kerzen, Lesen, Schlafen, Wizo, Douglas Adams, Geburtstage und im Sommer mit der guten alten Flasche Beck's und guten alten Freunden am Rhein zu sitzen.

contra

*Anm.: Nazis, Rassismus etc. werden prinzipiell nicht erwähnt, weil als nicht der Erwähnung wert betrachtet und als nicht würdig, im Bereich der Analyse von Sympathiestufen aufzutauchen.

Hausaufgaben, Haferbrei, Klausuren, die Schulnoten 3 und 4, Spießer, ich-kann-
nicht-mit-euch-in-die-Stadt-
weil-ich-Mutti-helfen-muss-
Ausredenerfinder, Schmerz jeglicher Art, Spritzen, Schulsport bei 30°C, Streit, Stress, Deadlines, absolutes jeglicher Art.

Orte

Wohnung // PC, Küche, Badewanne;
Altstadt // das FFT Juta, Rhein, Kneipen, früher das Papi;
das Goethe // Aula, Bühne, Oberstufenraum, 3. Stock, Terbuyken, Kaiser's;
bei // Freunden und anderen Leuten;
Plätze mit vielen Menschen, die sich nicht kennen // Berlin; Universitäten; Bücherei;
Orte, wo sich Interessen treffen // Büchereien, Sporthallen, Bühnen, Universitäten, Internetplattformen;
Nacht // alleine in Stadtstraßen - nachdenktauglich.

 

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